Für eine solide Volkswirtschaftslehre - die Österreichische Konjunkturtheorie

Dieser Aufsatz ist in "Aus Schaden klug? Ursachen der Finanzkrise und notwendige Lehren" (Hrsg. Christian P. Hoffmann und Pierre Bessard) veröffentlicht und analysiert die Finanzkrise. Die working paper Version is angehängt.

Eine positive Folge der aktuellen Finanzkrise ist das verstärkte Interesse der Öffentlichkeit an geld- und konjunkturtheoretischen Themen. So hat die Krise die weithin ignorierte und als veraltet verspottete Österreichische Konjunkturtheorie (ÖKT) wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gespült. Angesehene Ökonomen wie Brad DeLong aus Berkeley und Nobelpreisträger Paul Krugman sahen sich veranlasst, mit der Österreichischen Konjunkturtheorie zu befassen und sie zu kritisieren. Zudem machen immer mehr Volkswirtschaftler wie Markus Brunnermeier, John Taylor und der US-Finanzminister Timothy Geithner die Niedrigzinspolitik der Zentralbankchefs Alan Greenspan und Ben Bernanke zumindest teilweise für die Finanzkrise verantwortlich. Sie stimmen damit ex post mit den Analysen der österreichischen Ökonomen überein, die schon vor Ausbruch der Krise diese Politik kritisierten.

In diesem Aufsatz werde ich zeigen, dass das erneute Interesse an der Österreichischen Schule nicht von ungefähr kommt und die ÖKT die Krise ausgezeichnet zu erklären vermag. Zu diesem Zweck werden ich nach einer kurzen Einführung zur Geschichte der Österreichischen Schule zunächst die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule darlegen. Daraufhin werde ich diese Theorie mit aktuellem Bezug erweitern und auf die Krise anwenden.

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